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Warum Embryonen nicht aus der Gebärmutter fallen

Ich hab etwas Tolles über das „Emryos fallen nach dem Transfer aus der Gebärmutter“ (oder eben nicht) Thema gefunden. Die Frage hat mich nämlich auch beschäftigt als ich da auf dem Stuhl lag und man mir unsere Embryos zurück gegeben hat. Natürlich war mir irgendwie klar, dass die nicht einfach wieder raus fallen, sobald ich aufstehe, aber ich hatte natürlich auch Angst. Wer das noch hat oder hatte, der dürfte hiermit vielleicht etwas ruhiger an die Sache ran gehen:

Warum fallen Embryonen nicht aus der Gebärmutter?

Bei einer künstliche Befruchtung also den vielen Spritzen, der Eizellenentnahme und dem Hoffen auf Befruchtung der Eizellen und endlich die Embryonen beim Transfer in die Gebärmutter zurück zu erhalten, möchte man auf keinen Fall etwas falsch machen, um den Erfolg dieser ganzen Mühen nicht zu gefährden. Schließlich kostet das Ganze nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Nerven. Das führt dazu, dass sich viele Frauen möglichst gar nicht mehr bewegen wollen und die zwei Wochen bis zum Bluttest am liebsten im Bett liegend verbringen möchten. Das ist jedoch nicht notwendig, denn die Embryonen können nicht aus der Gebärmutter fallen. Das wird wohl auch fast jeder Arzt bestätigen. Aber alleine vom Gefühl her haben die meisten da wohl ihre Zweifel, besonders dann, wenn es die erste künstliche Befruchtung ist. Selbst Husten und Lachen führt zu Panikattacken, weil man das Gefühl hat, nun sei der Embryo heraus gefallen. Ich wollte zu Beginn nicht mal mehr aufs Klo gehen, was sich natürlich schwer darstellt, wenn man 2,5 bis 3 Liter am Tag trinken soll. Aber natürlich ist das ja auch vollkommener Quatsch.

Zunächst muss man sich die Gebärmutterhöhle eben nicht als“Höhle” vorstellen. Das würde voraussetzen, dass sich Luft in der Gebärmutter befindet, was nicht der Fall ist. Vielmehr ist es so das die Schleimhaut den Innenraum der Gebärmutter vollständig auskleidet und direkt mit der Schleimhaut der gegenseitigen Gebärmutterwand zusammen stößt. Dazwischen befindet sich lediglich ein sehr dünner Flüssigkeitsfilm. Die Embryonen befinden sich also eingeklemmt zwischen diesen Schichten der Schleimhaut und sind sozusagen “festgeklebt” durch den Flüssigkeitsfilm.

Nun gibt es auch in der Natur keine komplett glatten Oberflächen und auch die Gebärmutterschleimhaut weist kleine Unregelmäßigkeiten auf. Daher ist ein zusätzlicher Flüssigkeitsfilm notwendig, um diese Unebenheiten auszugleichen. Dieses Prinzip funktioniert bei allen glatten Oberflächen und ist auch die grundsätzliche Funktionsweise von handelsüblichen Flüssigklebstoffen. In der Natur reichen wasserähnliche Flüssigkeiten dazu aus, da diese ständig nachproduziert werden können, um die optimale Feuchtigkeit zu erhalten.

Ein Beispiel:

Wie bekommt man Ketchup aus einer Flasche?

Man dreht die Flasche um, mit der nach unten gerichteten Öffnung schwingt man nach unten und bremst diesen Schwung abrupt ab. Was passiert dabei? Die Flasche und der Ketchup werden durch die Abwärtsbewegung beschleunigt. Anschließend bremst man die Falsche ab, nicht jedoch den Ketchup. Dieser Behält die errichte Geschwindigkeit bei, verlässt die Flasche und landet auf dem Teller.

Was hat jetzt aber Ketchup mit Embryonen zu tun?

Das Bestreben des Embryos (Ketchup), die Gebärmutter (Flasche) zu verlassen ist stark abhängig von seiner Masse. Der Embryo ist in der subjektiven Wahrnehmung sicherlich groß, er ist aber weniger als 0,2 Millimeter groß und demzufolge natürlich extrem leicht. Will man also nach dem Transfer von einem Tisch springen, dann werden die Gebärmutter und Embryo zuerst stark beschleunigt und anschließend stark abgebremst. Aufgrund seiner fehlenden Masse wird der Embryo jedoch nur die Bewegung der Gebärmutter mitmachen, jedoch Physikalisch nicht den Drang haben, die Gebärmutter zu verlassen.

Darauf beruht übrigens das Prinzip der Hydraulik, denn Flüssigkeiten geben auf sie ausgeübten Druck direkt weiter. Also: wenn Flüssigkeiten nicht komprimierbar sind, was passiert dann, wenn Sie husten, oder wenn Sie aus welchen Gründen auch immer den Druck im Bauch erhöhen (Pressen)?

Vor allem die Gase im Körper werden komprimiert und davon befindet sich ja reichlich im Darm. Der Druck in der Gebärmutter erhöht sich jedoch nicht. Die Druckerhöhung im Bauch, die beim Husten oder Pressen zum Stuhlgang auftreten haben daher auch keine Chance, die Lage der Embryonen zu verändern.

Also wie ihr seht braucht ihr keine Angst zu haben euren gewohnten Stuhlgang zu betreiben, zu husten, lachen oder sonstige Dinge zu tun. Man darf schließlich auch nicht vergessen, das Frauen, die normal schwanger werden, in den meisten Fällen vorher nicht wissen das sich gerade eine befruchtete Eizelle versucht in ihre Gebärmutter einzunisten. Die gehen aber auch normal auf die Toilette, Husten oder gehen arbeiten…

Quelle: Deutsche Klinik Bad Münder

Hinweis: diesen Beitrag habe ich u. a. in einem ähnlichen Blog „gefunden“. Leider finde ich diesen nicht wieder um ihn als Quelle zu verlinken.

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