Schwangerschaft - Tagebuch

SSW 24 – 23+2 –Geburtsvorbereitungskurs Part 1

  • Organisatorisches
  • Igelballmassage
  • Kennenlernen
  • Hebammenhilfe
  • Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kliniktasche
  • Anmeldung im Krankenhaus

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Der Kurs beginnt um 19:00 Uhr und geht zwei Stunden lang. Bevor ich auf die einzelnen Punkte eingehen möchte, muss ich sagen das ich zwei Stunden sehr lang finde und die Uhrzeit für schlecht schlafende Schwangere ziemlich an der Grenze ist. Vor allem dann, wenn vieles nur zuhören ist und von Zetteln abgelesen wird. Das wird sich sicher an den folgenden Abenden noch ändern, aber von Zetteln ablesen, sorry, das kann ich auch zu Hause.

Ein Teil des Raumes seht ihr oben auf dem Foto. Das scheint eigentlich ein Fitnessraum im Keller des Krankenhauses zu sein und ist… naja eher karg, kühl und kalt. Es gibt kein Fenster und das wirkt auf mich immer ein bisschen erdrückend. Aber gut ich verbringe da ja nur zwei Stunden die Woche. Ein paar Fotos und bunte Stühle bringen etwas Farbe in den Raum. Immerhin.

Mein erster Eindruck von den Paaren war sehr gemischt. Man merkte förmlich wie jede Frau erst mal die andere beäugte. Wie weit mag die wohl sein? Oh Gott hat die einen Bauch? Die kann aber noch nicht weit sein? Der Hälfte der Männer war anzusehen wie gerne sie an einem Donenrstag Abend in einem Krankenhausraum sitzen wollten. Gar nicht am liebsten. Das spiegelten im Verlauf des Abends auch Gesten wieder. Nun gut, ich hatte ehrlich gesagt auch wenig Lust, weil ich keine klare Vorstellung davon hatte, was auf mich zu kommen würde. Ich habe definitiv keine Lust auf Spielchen, Hechelkurs und Blödeleien. Aber mir ist klar dass ich so einen Kurs machen möchte und auch sollte. Egal wie viele Kinder ich schon in meinem Leben betreut und wie viel ich schon gelernt habe, es gibt sicher irgendwas, was ich aus dem Kurs mitnehme. Er schadet nicht und somit kann ich mich auch mit Kommentaren, Blicken oder Gesten zurück halten und einfach schauen was ich aus dem Kurs mit nehmen kann. Zudem kostet er mich nichts, außer ein bisschen Zeit (nur die Männer müssen den Kurs zahlen). Das muss am Ende aber jeder für sich entscheiden, nur finde ich es halt dann auch schade für die Kursleitung wenn man jemandem schon beim reinkommen ansehen kann, wie viel Bock er oder sie gerade hat. Zudem hatte ich mich ein bisschen darauf gefreut andere Schwangere kennen zu lernen, aber auf Anhieb weiß ich jetzt schon das höchstens zwei Paare dabei sind, mit denen ich was anfangen kann. Aufgrund des oben schon genannten, einfach weil ihr Verhalten im Verlauf des Abends mir schon gezeigt hat was das für Leute sind. Das hat nix mit Klischee und Schubladendenken zu tun. Aber sorry, RTL2 kann ich auch zu Hause für mich alleine gucken.

Mit dem organisatorischem wurde nicht gleich begonnen, sondern mit einer Igelballmassage, weil ein Paar zu Beginn des Kurses noch gefehlt hat. Also durften wir mit einer Igelballmassage beginnen. Dazu rollten sich die Paare abwechselnd den Ball über den Rücken (nicht über die Wirbelsäule). Als dann auch das fehlende Paar eintraf kams zum Organisatorischen. Was für ein Hick Hack. Anstatt das die Krankenkassen sich da mal was anderes überlegen, muss man Zettel über Zettel ausfüllen und unterschreiben, nur damit die Hebamme/Kursleiterin das auch alles richtig über die Kasse abrechnen kann. Ich erspare euch Einzelheiten und komme gleich zur Vorstellungsrunde. Liebe ich ja. Nicht! Warum kann man sich nicht einfach selbst vorstellen? Nö, jeder bekam eine Memorykarte, musste sich sein Gegenstück suchen und denjenigen dann befragen. Mein Befragter war nicht sehr gesprächig. Ich hab nicht viel aus ihm raus bekommen. Er wusste nicht mal ungefähr wie weit seine Frau eigentlich ist. Aber im Verlauf des Vorstellens erfährt man dann doch wie weit jede einzelne Frau ist. Ich befinde mich so in der Mitte. Einige entbinden nach mir. Der Rest logischerweise vor mir. Doch ich bin von der SSW her, die mit dem größten Bauch. Die werdende Mami neben mir ist drei Wochen weiter als ich und hat ein Bäuchlein, das ich in der 11. Woche hatte. Nur eine junge Frau ist in der 32. Woche und hat einen etwas größeren Bauch als ich. Die Geschlechter scheinen sich die Waage zu geben. Da weder mein Mann noch ich nach dem Geschlecht unseres Babys gefragt wurden, haben wir es auch nicht gesagt.

Der Kurs wird von meiner Hebamme geleitet. Und da ich ja schon ein Gespräch mit ihr hatte, wusste ich schon was zu den Hebammenhilfen gehört. Man hat sowohl in der Schwangerschaft Anspruch auf eine Hebamme als auch danach. Wobei die meisten wohl nur die Hilfe im Wochenbett annehmen. Hier besteht der Anspruch so lange bis man das Kind abgestillt hat bzw. man einen bestimmten Satz an Stunden nicht überschreitet. Auch was die Ernährung betrifft gab es jetzt nicht viel Neues. Neu war mir nur das man während der Stillzeit nicht darauf achten muss ob man was Blähendes isst. Das geht angeblich nicht in die Muttermilch über.

Zur Kliniktasche möchte ich später noch einen eigenen Beitrag verfassen, daher an dieser Stelle nur so viel: Laut Hebamme braucht man nicht nur eine sondern eigentlich drei. Eine für den Kreissaal, eine für die Station und eine für das Baby.

Für die Anmeldung zur Geburt im Krankenhaus gab es dann was Neues und Interessantes für mich. Auch hier gibt’s jede Menge Dinge die man ausfüllen muss. Im Grunde ist jedoch wichtig, vorher im Kreissaal des Krankenhauses anzurufen in dem man entbinden möchte, und um einen Termin zur Anmeldung zu bitten. Man sollte dabei schon unbedingt fragen ob man eine Überweisung braucht oder nicht. Manche Krankenhäuser möchten das. Man darf sich sogar in mehreren Krankenhäusern anmelden. Es werden hier dann allgemeine Daten aufgenommen, aber auch ob man eine Zusatzversicherung hat oder ein Familienzimmer möchte. Sollte man zu einer Risikogruppe gehören wie Beckenend- oder Steißlage des Kindes, Kaiserschnitt oder sonstiges, dann reicht eine Anmeldung alleine nicht aus, dann muss man zu einem Geburtsplanungsgespräch. Meist wird bei diesen Gesprächen ausführlich die Geburt gesprochen. Man kann Wünsche über Positionen äußern, Schmerzmittel und eben alles was man sich zur Geburt wünschen würde. Alles in allem kann man natürlich auch nichts genau planen und es kommt wie es kommt. Was man aber unbedingt machen sollte, egal ob man es am Ende in Anspruch nimmt oder nicht, ist den Anästhesie Bogen für die PDA VORHER auszufüllen. Man bekommt die Unterlagen mit nach Hause und muss sie zur Geburt mitbringen. Ist der PDA Bogen aber nicht ausgefüllt, muss das unter der Geburt gemacht werden, dafür hat man dann aber als Frau eigentlich weder Zeit noch Nerven und es dauert natürlich bis der Arzt einem die Schmerzen nehmen kann. Denn ohne Bogen keine PDA.

Tja, und dann waren die zwei Stunden um und ich ziemlich müde. Noch konnte ich dem Kurs nicht viel abgewinnen. Aber es warten noch sechs Abende auf mich an denen es an manchen auf jeden Fall Dinge geben wird die ich wissen muss und brauche.

Hier eine Vorschau auf nächste Woche:

  • Formalitätendschungel
  • Erklärung Mutterpass
  • Veränderungen in der Schwangerschaft
  • Atemübungen
  • Übertragung, Einleitung
  • Geburtsbeginn
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10 Kommentare zu „SSW 24 – 23+2 –Geburtsvorbereitungskurs Part 1

  1. Ach herrje… Naja, aus eigener Erfahrung finde ich die Einschätzung deiner Hebamme, dass man 3 Klinik Taschen braucht, etwas übertrieben. Sorry, aber im Kreißsaal brauchst du nicht viel, Wollsocken sind wirklich zu empfehlen (kalte Füsse hemmen die Wehen). Und ganz ehrlich, Musik und den ganzen anderen empfohlenen Tüddelkram…wenn die Wehen durch deinen Körper toben, da hast du keinen Blick für so etwas 😉. Auf der Station brauchst du tatsächlich viele Dinge für dich, da wird auch eine Tasche voll. Aber für dein Baby? Das wird doch meist mit den Stramplern von der Klinik bestückt, Pampers bekommst du i.d.R. auch. Da brauchst du höchstens ein Outfit fürs Klinikshooting und für den Nachhauseweg. Aber das füllt niemals eine ganze Tasche.

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    1. Sehe ich ganz genauso. Ich würde trotzdem alles auch in eine Tasche packen. So viel ist das nun auch wieder nicht das ich dafür drei verschiedene Taschen brauche. Und wenn alles gut ist, bleibt man ja auch nur ein paar Tage und nicht Wochen.

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  2. Ich habe auch so meine Erfahrung mit dem Geburtsvorbereitungskurs gemacht. Bei mir war es so, dass alle auf dicke Freundinnen machten, es wurde sich danach auch getroffen. Bis es dann Knatsch gab (Mütrer können so anstrengend sein) und nun ist’s aus mit den Mütterrunden. Den Kurs selbst fand ich auch nicht sooo prickelnd, war mir zuviel Blabla und Spielchen. War irgendwie nichts für mich… Insofern nimm mit an Wissen, was du gebrauchen kannst, aber erwarte nicht zuviel. 🙂

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  3. Ach weißt du, klar ist es schön, sich durch den Kurs “vorbereitet“ zu fühlen, aber viel passiert in einem selbst und man liest ja auch bzw. beschäftigt sich mit Geburt usw. Viel wichtiger empfand ich einen guten Kontakt zur Hebamme, vor allem danach. Denn bei aller Vorbereitung ist dann doch alles anders, wenn das Kleine da ist. Ach, und wegen der Tasche, man kanns auch übertreiben. Ich hatte ein Täschchen, was mir auf Station fehlte, brachte der Freund einfach mit, und unter der Geburt brauchte ich gar nichts, höchstens Schmerzmittel. Haha. (Aber das kriegt man hin, keine Sorge.)

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    1. Schön gesagt. Ich meine auch das die dort einem viel erzählen können und am Ende kommt doch alles anders. Und sei es weil das Kind früher kommt oder was auch immer. Was die Geburt angeht ist das irgendwie auch noch so weit weg. s gibt ein paar Dinge über die ich mir klar bin. Aber alles andere lasse ich auf mich zu kommen. Darauf kann auch ein Kurs mich nicht vorbereiten.
      Der Kontakt zur Hebamme ist mir auch wichtig, besonders der danach. Falls doch mal Fragen sind hätte ich schon gerne jemanden den ich fragen könnte.
      Tja und die Tasche… ich fands bescheuert ehrlich gesagt. Ich schleppe doch nicht drei Taschen an!? Die Babysachen sind so klein und kompakt das sie in eine Tasche mit rein passen. Und ich hatte nicht vor zwei Wochem im Krankenhaus zu bleiben, sofern alles in Ordnung ist. Also sollte ich selbst für mein empfinden mit einer Tasche hin kommen. Alles kann man immer noch irgendwo besorgen, sollte was fehlen. Ich bin ja auf keiner einsamen Insel sondern nur im Krankenhaus.

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      1. Na klar, du hast ja noch einige Wochen, das reift dann auch und man findet dann schon die richtige Entscheidung.Hihi, einsame Insel ist gut. Wir waren wegen Komplikationen doch etwas länger als geplant drin, 6 Tage, glaub ich, aber wie schon geschrieben, die Männer können ja dann auch noch Zeug mitbringen. Und man braucht so wenig, wenn das Menschlein da ist, das glaubt man gar nicht. Nur Liebe. 🙂

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  4. Also ich habe bei beiden Kindern einen Geburtsvorbereitungskurs gemacht und empfand diese als recht angenehm. Meine Hebamme (beim ersten Kurse auch meine Nachsorgehebamme, beim zweiten Kind hatte sie leider die Nachsorge aufgrund ihres Alters abgegeben und nur noch Kurse gegeben) hat das auch schon 30 Jahre oder so gemacht und musste nicht vom Zettel ablesen. Es wurden auch nur die notwenigsten Dinge erzählt, die wichtig für die Geburt sind (warum muss sie mir denn nochmal den Mutterpass erklären?). Wir saßen auch nicht auf Stühlen, sondern auf Matten bzw. Bällen und es ging vor allem darum, uns mal 2 Stunden in der Woche zu entspannen. 😀 Was ich auch sehr schön fand war, dass die ersten Stunden die Frauen unter sich waren und nur 3 Mal (?) die Männer mitkommen durften. Mein Mann hat den Kurs dann auch gleich zweimal gemacht. 🙂 Ich denke für die Männer ist es auch schon recht wichtig zu erfahren, wie sie den Frauen während der Geburt beistehen können. Trotz der körperlichen Belastung der Frau während einer Geburt finde ich den Part der Männer (oder derjenigen, die die Gebährende begleiten) kein bisschen leichter.

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  5. Puh das mit den Kliniktaschen finde ich auch völlig übertrieben. Sicherlich braucht man Sachen für sich UND fürs Kind, aber das wird wohl alles in eine Tasche gehen…
    Das mit der Vorstellungsrunde hätte mich auch total genervt, ich hoffe das läuft bei uns anders, auch deswegen weil mein Mann von sowas nicht nur genervt wäre, ich glaube für ihn wäre der Kurs dann völlig unten durch, er geht da ohnehin mit sehr gemischten Gefühlen dran. 😅🙈 Unser Kurs startet aber erst in einer Woche…
    Ich bin gespannt wie es bei euch weiter geht und hoffe es wird noch etwas besser!

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  6. Ja Kreißsaal Tasche hätte ich auch nicht gebraucht mir hat es gerade so gereicht die Schuhe auszuziehen *lach* aber Babysachen hab ich tatsächlich separat gepackt. Die Tasche hat mein Mann dann zur Entlassung mitgebracht. Wenn Du normal entbinden kannst bist ja meist nur maximal drei Tage drin wenn alles gut ist.

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