Schwangerschaft - Tagebuch

SSW 25 – 24+2 – Geburtsvorbereitungskurs Part 2

Teil 2 von 7 haben mein Mann und ich also auch hinter uns gebracht. Es begann allerdings schon wieder mit einer zwar kurzen, aber für mich total dämlichen Kennenlernrunde. Wir hatten diesmal alle Namensschilder. Jeder durfte nochmal seinen Namen sagen und man sollte sich ein paar davon merken. Dann mussten wir uns die Schilder zu halten. Die Hebamme begann einen Igelball zu jemandem zu werfen, dessen Namen sie wusste und so ging es dann weiter. Jeder warf den Ball mal jemandem zu dessen Namen er sich gemerkt hatte, bis alle mal dran waren. Yeah!

Schließlich begann es mit dem Formalitätendschungel. Leider war auch das wieder simples ablesen eines zweiseitig bedruckten Blattes. Mit einigem davon haben mein Mann und ich uns schon beschäftigt. Es ging um Mutterschutz, Mutterschaftsgeld, Elternzeit und Elterngeld, sowie Kindergeld, Vaterschaftsanerkennung, Anzeige der Geburt und und und. Es ist wirklich ein Wust an Dokumenten die man für alles Mögliche braucht. Das eine wird dann beantragt das andere wieder wann anders und so weiter. Interessant war, dass es einen deutschlandweiten Bürgerservice unter der Nummer 115 gibt. Dort erreicht man montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr jemanden der eine telefonische Auskunft zu allen Verwaltungsleistungen geben kann.

Es folgte eine Fuß-Igelballmassage. Also wir rollten unsere Füße (natürlich abwechselnd) über den Igelball und ließen zwischendurch das Becken kreisen oder nach vorne und nach hinten kippen.

Die Veränderungen in der Schwangerschaft fielen recht kurz aus. Ich denke aber mal dass in den kommenden Stunden immer mal wieder über dieses Thema gesprochen wird. Hier ging es hetzt hauptsächlich darum wie sich das Becken einer schwangeren verändern kann. Symphysenlockerung und wo man welches ziehen spürt zum Beispiel. Aber auch wieder nicht wirklich was Neues. Im Laufe einer Schwangerschaft, die bei allen im Kurs schon mindestens 20 Wochen läuft (bei den meisten länger) hat man zumindest teilweise von sowas schon gehört weil man selbst betroffen ist und sowas mit seinem Arzt bespricht. Bei vielen sah ich sogar eindeutiges nicken. Ob das für die Männer interessant ist… hm, da kann ich nur Blicke deuten und wiedergeben was mein eigener dazu zu sagen hat. Der fand es gut zu wissen und wollte dann später von mir wissen ob ich das auch habe und ob das weh tut ❤

Die Atemübungen vielen (Gott sei Dank) flach, weil die Erklärung des Mutterpasses ewig gedauert hat. Mit meinem Mann und mir ist die Hebamme den Mutterpass beim Erstgespräch schon einmal komplett durch gegangen und durch diverse FA Besuche weiß man teilweise natürlich auch schon was wo steht und welche Abkürzung was bedeutet. Ich finde selbst für die Männer hätte das kürzer ausfallen können. Wenn einer zu irgendwas dann doch eine Frage gehabt hätte, dann hätte man die sicher stellen können.

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Aber schließlich kamen wir zum interessanteren Thema, bei dem sich wirklich alle Köpfe ein bisschen gehoben haben. Unter anderem kam dann auch das Bildchen von oben zum Einsatz (wo das Baby aber eigentlich falsch liegt, so würde es mit dem Kopf nie durchs Becken passen), sowie ein Vorführbecken mit Babypuppe. Man hört ja so einiges und im Fernseh sieht man auch viel, aber was wirklich auf einen zukommen könnte, naja das ist ja dann doch immer verschieden. Wir sind zunächst mal die verschiedenen Positionen des Babys durch gegangen die es haben könnte. Schädellage wäre natürlich optimal. Mit Rücken nach rechts oder links am besten, damit das Köpfchen schön in das ovale Becken rutschen kann, da es sonst nicht durch passt. Es wurde über den Muttermund und den Gebärmutterhals gesprochen und wie sich das unter Geburt/Wehen verhält.

Eine Übertragung in dem Sinne gibt es heute nicht mehr. Terminüberschreitungen ja, aber Übertragung heißt es erst dann wenn man sich über 14 Tage nach ET befindet und das macht man heutzutage wohl nur noch ganz selten. Wobei viele so an der Grenze kratzen. 10 Tage über Termin lässt man sich schon mal Zeit. Dann wird aber meistens eingeleitet, was aber auch mal gut 2 bis 3 Tage dauern kann.

Dann wurde noch darüber gesprochen wie die Geburt beginnt und wie man eigentlich merkt das es los geht. Zum einen gibt’s den Blasensprung. Ist dieser im unteren oder mittleren Teil der Fruchtblase läuft man natürlich entsprechend aus und die Hose ist nass. Ein eindeutiges Zeichen. Ist der Riss/Sprung aber im oberen Teil (immer davon ausgehend das das Kind Schädellage liegt) kann es sein das man den Blasensprung nicht mitbekommt und es entweder nur tröpfelt oder man es erst bemerkt, wenn man gelegen hat und dann wieder aufsteht. Dann sammelt sich das Fruchtwasser durch die Verlagerung des Kindes etwas weiter unten und tröpfelt nach dem aufstehen dann langsam heraus. Hier hat man uns geraten lieber einmal mehr kontrollieren zu lassen ob es sich um Fruchtwasser oder Pipi handelt. Das ist mit einem Test möglich. Die PH Streifen für zu Hause soll man nicht benutzen. Die sind nicht so sicher. Fruchtwasser ist zwar alkalisch, aber das kann auch das Scheidenmilleau mal sein. Wehen sind natürlich auch in Zeichen dafür dass es los geht. Nur wie erkennt man dass es Wehen sind und es sich nicht um Senk- oder Übungswehen handelt? Anscheinend ist das schwieriger als gedacht. Denn auch Senkwehen können rhythmisch kommen, wo ich jetzt gedacht hätte dass man schon merkt wenn es richtige Wehen sind. Es sind aber erst dann richtige Wehen wenn sie durch ein warmes Bad oder ähnliches nicht weggehen und man sich so fühlt als würde man bei 30 Grad im Schatten, ohne Wasser, mit dickem Pulli einen steilen Berg mit dem Fahrrad hoch fahren. Von Schmerzen brauchen wir natürlich gar nicht erst reden. Irgendwie finde ich das schwierig. Sowohl die Blasensprung Sache als auch die Wehen. Ich hab nun ein bisschen Angst zu spät zu merken dass ich einen Blasensprung habe und dann damit das Baby in  Gefahr bringe. Keime und Entzündungen sind dann ja eine Gefahr. Dabei höre ich nur immer wieder: Das merkst du schon!

Der Abgang des Schleimprofs ist im Übrigen kein sicheres Zeichen dafür dass es bald los geht.

Und dann waren die zwei Stunden auch schon rum. Wie ihr sicher schon gemerkt habt, hätte gerade der letzte Teil über Baby und Geburtsbeginn deutlich ausführlicher ausfallen können, als fast eine Stunde lang über den Mutterpass zu sprechen. Jedenfalls für mein Empfinden. Auch wenn sich das  nicht an strikte Richtlinien halten wird und jede Frau und jedes Baby etwas anders ist, hätte ich doch gerne ausführlicher über einige Einzelheiten gesprochen als darüber was im Mutterpass die Abkürzung für den Kopfumfang ist. Daher fällt mein Fazit nicht viel anders aus als letzte Woche. Ja, es ist interessant und ja ich bin sicher ich nehme etwas daraus mit, aber bis jetzt hätte ich die Hälfte der Zeit auch etwas anderes machen können. Das sollte nächste Woche anhand der Themenübersicht aber wieder interessanter werden.

Deshalb, seid dabei wenn es nächste Woche wieder heißt: Vorbereitungskurs Teil 3 – Starring:

  • Gymnastik
  • Geburtsphasen
  • Saugglocke, Geburtszange, Kaiserschnitt
  • Möglichkeiten der Entspannung, Schmerztherapie
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6 Kommentare zu „SSW 25 – 24+2 – Geburtsvorbereitungskurs Part 2

  1. also ich habe ab nachts um 3 immer wieder auf toilette gehen müssen, als müsste ich, es hat so gedrückt, wenn du verstehst. 🙂 da wir aber den abend davor pizza essen waren, dachte ich, es läge daran. naja, am morgen wusste ich dann, dass es wehen sind, und geboren ist er 16:30 uhr. also das merkt man dann schon, will ich damit sagen. hihi.

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  2. Wenn du so berichtest, klingt das alles ziemlich steril. Dieses Kennenlernspiel hätte ich auch blöd gefunden. Dabei bin ich jemand, der gerne neue Leute kennen lernt – aber sicher nicht so gezwungen.
    Was mich wundert, ist dass die Hebamme die Informationen von einem Zettel abliest. Die machen das doch immer wieder… bei meinem Kurs hat meine Hebamme das so locker erzählt und auch gerne mal mit Erfahrungen aus ihrer langen Tätigkeit als Hebamme berichtet. Das fand ich immer sehr sympatisch. So hat der Kurs tatsächlich auch Spaß gemacht und teilweise auch zu einem richtigen Austausch geführt, weil viele auch von eigenen Erfahrungen berichtet haben.
    Die Abkürzungen im Mutterpass durchzugehen haben wir bspw gar nicht gemacht. Da kann man doch den FA oder die Hebamme fragen, wenn man was wissen will…
    Aber ist schon interessant wie unterschiedlich die Kurse gestaltet sind. Meine Hebamme meinte immer: raus kommen sie alle – ob mit oder ohne Kurs. 😉

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    1. Naja sie hält den Zettel vor sich und im Prinzip schaut sie da immer wieder drauf und liest die Informationen davon ab. Finde das auch… steril. Könnte ich dann ja auch einfach zu Hause selber lesen.
      Auch für mein Empfinden könnte es lockerer und interessanter sein. Man könnte sogar einfach mal vorher fragen was wir denn alle schon so wissen (sooo viele Paare sind wir ja jetzt auch nicht). Das würde vieles auch einfacher machen

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  3. Ich hatte beim zweiten Kind Wehen, die beim Duschen blieben, regelmäßig alle 4-5 Minuten kamen und jeweils ne Minute dauerten, aber NICHT anstrengend oder schmerzhaft waren. Zum Glück sind wir dann schon los ins Krankenhaus, denn wir hatten ne halbe Stunde Fahrt und als wir ankamen kamen sie schon alle 2 Minuten 😅 Schmerzhaft wurde es erst als wir schon ne Weile da waren. Ich war aber irgendwie von Anfang an sicher dass es Geburtswehen sind! Und das obwohl ich die Erfahrung so beim ersten Kind nicht gemacht hatte (Einleitung nach vorzeitigem Blasensprung und dann Wehensturm).
    😁 Also man merkt es schon irgendwie, behaupte ich mal!

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    1. Ja, mir auch etwas. Das ist echt nicht wenig und einfach ist das auch nicht gerade. Zum Glück kann man aber vieles schon vorher vorbereiten, sodass man es nur noch zum richtigen Zeitpunkt abschicken muss…

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