Malias Entwicklung

10 Wochen Malia

Seit Malia 7 Wochen alt und damit in den zweiten Schub gekommen ist, hat sich hier einiges verändert. Malia ist viel, viel wacher was man an ihrem Blick und ihren Augen sehr gut sehen kann. Sie verfolgt alles was irgendwie Geräusche macht. Sie lächelt jeden morgen Nilpferd, Fuchs und Hase auf den Bildern in ihrem Zimmer an, wenn es zum wickeln geht. Sie lacht, wenn Papa quatsch mit ihr macht und sie strampelt wie verrückt unter ihrem Spielbogen. Sie freut sich sofort wenn die Brüste ausgepackt werden und kann es meistens gar nicht erwarten an die Brust zu kommen.Wir stillen weiterhin voll und nach Bedarf und sie trinkt noch immer oft. Bedeutet es ist bei dem Rhytmus geblieben den sie schon seit Geburt hat. Meistens alle zwei Stunden. Ab und zu sind es auch mal zweieinhalb oder drei, selten mal vier. Die Sorge dass das zu oft ist, ist manchmal noch da, aber mittlerweile weiß ich das Malia das einfach so braucht und es nichts unnormales ist.

Mit dem zweiten Schub haben sich aber auch regelmäßige Wein- und Schreiphasen eingeschlichen. Nicht nur einmal am Tag sondern über den Tag verteilt immer wieder. Die hängen manchmal mit dem Bauchwehmonster zusammen. Aber meistens kann ich einfach nicht erkennen was die Kleine hat und warum sie weint. Oft hilft dann einfach überhaupt nichts. Hochnehmen, Trage, schaukeln, spazieren, Grimassen schneiden, singen… nichts davon hilft. Einen Schnuller nimmt sie nicht. Meist muss ich sie dann wirklich an die Brust packen und erst dann beruhigt sie sich. Wobei sie dann einfach nur nuckelt und nicht trinkt. Im Schub hab ich tagelang auf der Couch verbracht und die Kleine hing nur an mir. Essen konnte ich nur mit einem Baby an der Brust. Duschen ging nur in fünf Minuten und der Haushalt blieb so gut wie liegen.

Zum Glück ist der Schub vorbei und es ist wieder besser geworden. Aber das weinen ist leider geblieben. Nicht ganz so schlimm, aber regelmäßig ist es einfach so das sie weint und weint und nichts hilft außer nuckeln an der Brust. Der Kinderarzt war beim ersten impfen Anfang der Woche davon gar nicht begeistert und meinte ich soll sie nicht mit der Brust beruhigen, aber was soll ich denn bitte machen? Das Kind brüllen lassen, wenn nichts anderes hilft? Nein, sorry, das mach ich nicht. Ich lass sie nicht weinen.

Sorgen mache ich mir natürlich trotzdem ein wenig über das weinen. Wenn sie so viel weint und ich sie halten oder in der Trage Tragen muss, wie soll sie dann lernen sich zu drehen oder den Kopf zu halten? Aber organisch hat sie nichts. Ihr tut nichts weh und der Kinderarzt hat sich sie auch nochmal angeschaut. Es ist alles in Ordnung. Es ist wohl im Moment einfach so. Er meinte jedoch auch das es möglich ist das Malia ein sensibles Kind ist und auf alle Reize eben mit weinen reagiert und so zeigt das ihr alles zu viel ist. Dahingehend kann ich bestätigen das die Weinphasen schlimmer sind, wenn mehr als vier Leute im Raum sind, es irgendwo laut war oder wir länger irgendwo waren, wo jeder mal gucken wollte. Daher hab ich das rum reichen der Kleinen schon eingeschrenkt. Ich behalte sie meist bei mir oder meinem Mann. Da stoße ich bei Schwiegereltern jedoch irgendwie auf wenig Verständnis. Sogar auf die Bitte hin Besuche vorher anzukündigen kommen komische Blicke. Auf eine Absage zu einer Ankündigung man wolle am Tag X zwischen 18 und 20 uhr vorbei kommen, musste ich anfangen zu diskutieren. Ein Nein konnte nicht akzeptiert werden. Das nervt und zerrt sehr an den Nerven.

 

Advertisements

8 Kommentare zu „10 Wochen Malia

  1. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen, dass deine Tochter durch das viele Tragen die ganzen motorischen Dinge nicht lernt. Das stimmt nicht. Ich habe das erste halbe Jahr soooooo viel getragen und im Gegenteil, meine Tochter war sehr früh mit der ganzen motorischen Entwicklung. Du gibst ihr dadurch nur Sicherheit und Nähe und das ist viel wichtiger als alles andere. Lass dich auch von deinen Schwiegereltern nicht verunsichern. Dein Kind, dein Weg. Irgendwann akzeptieren es hoffentlich alle 😊
    Liebe Grüße und alles Gute weiterhin

    Gefällt 2 Personen

  2. Oh man… Kinderärzte sind manchmal so….sorry, was ist falsch an der offensichtlich hervoragend funktionierenden und von der Natur genau so konstruierten Problemlösung? Nuckeln beruhigt nun mal einen gestressten Säugling (!) am besten, Punkt. Was da immer für Befürchtungen hinein interpretiert werden! Als ob es zu einem Problem unvollstellbaren Ausmaßes führen würde, einem Baby das zu geben was es braucht. Lass dich da mal nicht verunsichern, ich bin mir sicher, du machst das alles richtig. Ich glaube dass Kinderärzte zwischen ihren medizinischen Fachkentnisse und ihren persönlichen Vorstellungen von Erziehung leider nicht immer sehr trennscharf unterscheiden (meine Meinung).
    Es tut mir leid, dass Malia offenbar zu den Babys gehört die mehr weinen als andere. Das ist mit Sicherheit anstrengend, heißt aber keineswegs, dass ihr was falsch macht. Unser Sohn hat nicht sehr viel geweint, hat aber auch wie Malia keinen Schnuller gewollt. Hing deshalb auch seeehr viel an der Brust bei meiner Frau (und hat vielleicht deshalb auch wenig geweint). Und klar, das nervt manchmal auch total. Vor allem in den Schüben. Aber es funktioniert nun mal so gut. Ansonsten haben wir nach dem Konzept von Karp versucht zu beruhigen, das hat hat bei uns zumindest gut geklappt, nur das Pucken mochte er irgendwann nicht mehr.
    Auch zum Thema Tragen kann ich dich völlig beruhigen. Traglinge entwicklen sich motorisch sogar in der Regel besser als Kinder die viel liegen (es gibt Studien dazu), weil sie permanenten Bewegungsimpulsen ausgesetzt sind und ihr Gleichgewichtssinn stimuliert wird. Unser Sohn hat jetzt krabbeln und selbst hinsetzen gelernt kurz bevor er 8 Monate alt wurde. Und wir haben ihn ja wirklich anfangs auch fast permanent am Körper gehabt und mussten uns dumme Sprüche deshalb anhören. Jetzt beschäftigt er sich super selbst und schläft auch besser – und zu Beginn konnte man ihn kaum ablegen. Das alles ändert sich von ganz alleine 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Toll! Da schließe ich mich an. Kann aber noch hinzufügen dass unser zweite Sohn ein schreibaby war wie es im Buche steht, und anfangs sein Leben quasi im tragetuch verbracht hat. Er erfreut sich bester Gesundheit und ist völlig normal entwickelt. 🙂 starke Nerven und alles liebe!

      Gefällt mir

    2. Kann mich dem auch nur anschließen! Solange deine Brustwarzen es mitmachen ist es doch wundervoll wenn du sie damit beruhigen kannst! Ich genieße es total, dass wir damit ein „Allheilmittel“ haben, das (fast) immer hilft.
      Und Stillkinder können nicht zu viel trinken! Kinder sind individuell, manche trinken schnell, manche langsam, manche lang, manche kurz, manche häufiger, manche seltener. So wie das Kind es braucht, so darf es die Brust bekommen und dann ist es perfekt. 👍 Ich genieße es auch hier mir keine Gedanken machen zu müssen. Immer wenn Madita an die Brust möchte dann kommt sie an die Brust.
      Und wir tragen auch sehr sehr viel und laut Trageberaterin fördert das sogar die motorische Entwicklung. 😉😊
      Säuglinge sind Traglinge. Mit anderen Worten: Mit saugen (lassen) und tragen (in der anatomisch korrekten Haltung!) kann man es gar nicht übertreiben 😉

      Gefällt mir

  3. Mach dir jetzt noch keine Gedanken über Drehen und Köpfchen halten. Das lernt sie automatisch. Tragen ist super und tut gut. Warst du schon mal beim Ostheopaten mit ihr? Das hilft oft sehr sehr gut. Oft ist durch die Geburt irgend eine Kleinigkeit fehlgestellt.
    Alles gute euch!

    Gefällt mir

  4. Kann mich meinen vorrednerinnen auch nur anschließen. Gib Malia soviel die Brust, wie es für dich okay ist. Und lass dich nicht so viel vom Kinderarzt verunsichern. Die meisten Kinderärzten behaupten zB auch immernoch, das man mit 4 Monaten zufüttern soll. Dabei gibt es Studien und nicht zuletzt die Empfehlung der WHO, dass die ersten sechs Monate voll (also ausschließlich!) gestillt werden sollte und danach auch erst Beikost eingeführt werden Soll, wenn die Reifezeichen erfüllt sind.
    Ich persönlich vermute ja, dass die Kinderärzte zu viele Fortbildungen von HIPP und Co finanziert bekommen…

    Also: stille dein Kind so viel und so lange sie will und es dir gut tut. Mein Kind lebte das erste halbe Jahr quasi an meiner Brust und lag selten. Dazu gab es sogar noch einen Spruch bei der U4… und seit es 10 Monate alt ist, flitzt es auf 2 Beinen durch die Gegend! Mit 15 Monaten stille ich übrigens immer noch. Es wird weniger, aber zum Trösten und Einschlafen gibt es nichts besseres. Und trotzdem: ich kann auch problemlos 8 Stunden und länger arbeiten und abends mal nicht da sein, ohne dass es Geschrei gibt, weil die Brust fehlt. Ganz ohne Übung, das kommt mit der Zeit von allein, wenn die Kleinen größer werden.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s